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Wie wählst du am besten (d)einen Mentaltrainer aus?

 

Ich weiß nicht, wie du das siehst, aber ich finde, es war früher einfacher, wenn man mit sich und der Welt unzufrieden war. Man hatte zwecks kommunikativen Austausch Freunde, Familienmitglieder oder gegebenfalls seinen Hausarzt, der einen zum psychologischen Fachberater geschickt hat. Die Zeiten und die Gesellschaft haben sich jedoch rasant verändert. Durch die Corona-Krise und die nachfolgenden Existenzschwierigkeiten wegen Teuerungen wurde unter anderem gezeigt, dass der Bedarf an psychologischen Fachkräften explodiert, doch kaum Termine für Klienten vorhanden sind. So wundert es nicht, dass sich die Nische der Mentaltrainern, Coaches, Lebens- und Sozialberater und wie sie alle heißen neben den psychologischen Beratern in letzter Zeit beträchtlich vergrößert hat.

 

Wie findest du deinen kompetenten Mentaltrainer und wie erkennst du, ob er qualifziert ist?

 

6 Tipps, um deinen Mentaltrainer zu finden

 

Experte auf deinem Gebiet?

Spezialisierung auf ein Fachgebiet kann durchaus sinnvoll sein, da der Mensch ein Individuum mit eigenen Erfahrungen und Erwartungen ist.

Jedoch macht die Spezialisierung auf Fachgebiete es nicht gerade einfacher, den richtigen Mentaltrainer zu wählen, da oft nicht klar ist, welches Fachwissen oder welche Anwendungen hinter welchem Begriff stecken. Dazu solltest du wissen: Alle Berufsbezeichnungen rund ums Mentaltraining bzw. Coaching (bis auf wenige Ausnahmen wie Finanz- oder Unternehmenscoaching) sind in Österreich nicht geschützt. Beim Psychologen, Psychotherapeuten oder psychologischen Berater kann man zumindest sicher sein, dass dieser ein Studium erfolgreich abgeschlossen haben muss und jede Menge Praxisnachweise erzielt hat. Jeder weiß, dass es hier - wie in jedem Beruf - gute und schlechte gibt, jedoch bringen alle eine gewisse Grundkenntnis ihres Arbeitsgebiets mit und sind durch eine Qualitätskontrolle gelaufen, sonst hätten sie ihr Studium nicht beenden können. Jedoch heißt das nicht, dass ein Mentaltrainer durch seine Ausbildung und Lebenserfahrung weniger zu bieten hat. Daher empfehle ich ein kostenloses Erstgespräch wahrzunehmen. Hier erkennst du gleich, ob der Mentaltrainer fachlich wie auch persönlich zu dir passt und ob eine weitere Zusammenarbeit sinnvoll ist.

 

Webauftritt

Heutzutage ist es überaus einfach eine professionell aussehende Website zu gestalten. Doch du solltest einen genaueren Blick hinwerfen, denn schöne Hochglanzfotos machen noch keine gutes Mentaltraining aus. Daher empfehle ich auf der Website nach den Ausbildungen Ausschau zu halten. Werden sie auf der Website überhaupt vorgestellt? Gibt es einen Lebenslauf? Es sollte zumindest klar sein, welche Ausbildung in welchem Institut abgeschlossen wurde und welche Abschlüsse vorliegen. Dadurch lässt sich auch feststellen, ob das jeweilige Ausbildungsinstitut und deren Angebote gut ist (wenn du danach googlen willst). Normalerweise überlegt sich ein seriöser Mentaltrainer sehr genau, wo er seine Ausbildung macht, da er später davon profitieren möchte.

 

Was nichts kostet, ist nichts wert?

Dieser alte Spruch trifft es auf den Punkt. Wenn du dich im Social Media Bereich umsiehst, sind dort haufenweise "Fachleute" unterwegs, die oft kostenlos mit Ratschlägen um sich werfen. Als fundierter Mentaltrainer hat man aber viel Zeit und Geld in Studienzeit, Kurskosten, Reisekosten, Fachbücher und Ausstattung investiert. Kaum jemand wird sein teuer erworbenes Wissen daher großzügig kostenlos im Internet oder sonstwo verteilen.

 

Wertschätzender Umgang

Du hast dich für einen Mentaltrainer entschieden und einen Termin vereinbart? Dann steht dem ersten Zusammentreffen nichts mehr im Wege! Sei achtsam: Mentaltraining ist keine Einbahnstraße, denn jeder Methode oder Frage folgt eine Reaktion. Ein guter Mentaltrainer erklärt dir genau und möglichst ohne Fachkauderwelsch, wie die Einheit abläuft, wie viele Einheiten ev. nötig sind, welche Methoden angewandt werden und warum und was das Ziel ist. Dies kann auch in einem eigenen (Coaching-) Vertrag festgehalten werden. Generell sollte die Kommunikation von Anfang bis Ende professionell sein: Freundliche Terminabsprache, offene Kommunikation, absolute Diskretion, verständliches Erklären, usw.

 

Eigene Grenzen kennen

Natürlich sollte ein guter Mentaltrainer über den Tellerrand blicken können. Doch ein Problem zu erkennen, heißt nicht automatisch, dass er qualifiziert ist, es zu beheben. Daher kennt ein guter Mentaltrainer seine Grenzen und weist darauf hin, wenn es nicht nur Thematiken in seinem Fachgebiet gibt. Es spricht für ihn, wenn er etwas offen nicht weiß und dich stattdessen auf anders qualifizierte Fachkräfte verweist.

 

Empfehlung

Letztendlich weißt du erst, ob der Mentaltrainer der richtige ist, wenn du es ausprobiert hast. Fühlst du dich wohl und kompetent aufgehoben? Kannst du diesem Menschen vertrauen? Bist du dir nicht sicher, kannst du nach Empfehlungen fragen. Dadurch bekommst du rasch eine Ahnung, wer gut arbeitet und wer überhaupt nicht zu empfehlen ist. Es ist natürlich immer eine subjektive Wahrnehmung. Am besten hörst du letztendlich auf dein Bauchgefühl.

 

Waren diese 6 Tipps hilfreich für dich? Wenn du noch auf der Suche nach deinem Mentaltrainer bist, vereinbare dir gerne ein kostenloses Erstgespräch bei mir! Vielleicht darf ich dich künftig unterstützen?